Die Kündigung und der Schritt in die Selbstständigkeit

Go hard or go home - Die kündigung

Einer der vermutlich schwierigsten Entscheidungen die du als Gründer treffen musst, ist die Kündigung deines festen Jobs. Beim Schreiben dieser Zeilen habe ich gerade die Kündigung aus meinem festen Job im öffentlichen Dienst im Bereich Robotic Process Automation unterschrieben. Ich hatte den Traumjob meiner Elter: „sicherer“ Job im öffentlichen Dienst, das Gehalt war überdurchschnittlich und die Work-Live Balance hat mehr als gestimmt.

Don't be afraid to give up the good to go for the great because only when we get ourselves out of the comfort zone of good, can we move to be great. When we settle for 'good or very good' as our highest effort, then good becomes the enemy of great.

John D. Rockefeller

Gut ist der größte Feind von Großartig. Solange es dir in deiner komfortablen Position gut oder sehr gut geht, wird es dir umso schwerer fallen, etwas zu ändern. Denn die Kündigung aus einem gut bezahlten Job, mit monatlichem Gehaltseingang auf dein Konto, ist aus logischer Sicht kaum als sinnvoll zu betrachten. Sich in das eigene Unternehmen zu stürzen bedeutet meist einen Schritt zurück zu gehen. In unserem Fall war das der Verzicht auf einen Großteil unseres Gehalts, die Unsicherheit was die nächsten Monate mit sich bringen würden und natürlich auch, die Angst zu scheitern. Da ist es deutlich bequemer, alles beim alten zu lassen und nichts zu verändern.

Mut zum Schritt in die Selbstständigkeit

Ich hatte eine komfortable Position, sparte mir jeden Monat sehr gutes Geld bei Seite und hatte schon die nächste Gehaltserhöhung in Sichtweite. Geld das ich gut gebrauchen konnte.  Alleine um eine solide Wohnung anzahlen zu können, war es wichtig kontinuierlich etwas anzusparen. Da passte der Schritt in die quasi unbezahlte Selbstständigkeit so gar nicht hinein. Da ist klar, dass der Kopf sagt: „Bleib bei deinem guten Job“, alles läuft nach Plan…

Aber das war nicht mein Plan. Der Bauch sagte mir spontan etwas anderes. So hatte ich keine 2 Tage über meine Kündigung nachgedacht. Zu einem gewissen Zeitpunkt war es einfach sonnenklar, dass das die richtige Entscheidung sei. Ich hatte immer gesagt, sobald wir 2 Monate hintereinander ausreichend Umsatz gemacht hätten, bin ich dabei, den Job liegen zu lassen. Davon waren wir aber mehr als meilenweit entfernt zu diesem Zeitpunkt. Aber wie so oft: „best under pressure“.

Ich habe diesen Schritt zurück nicht als Rückschritt gesehen, sondern vielmehr als einen Schritt zurück, um Anlauf zu nehmen. Anlauf um weit zu springen. Weiter als nur einen guten Sprung zu machen, sondern um nach Großartigem zu greifen!

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