Schokolade selber machen – unsere erste Produktidee – Teil 2

In einem vorherigen Beitrag haben wir bereits die erste Produktidee Plastikfreie Haushaltsmittel selbst herstellen beschrieben. Heute erfahrt ihr, wie es zum Bean-To-Bar-Schokoladen-Workshop kam. 

100 Tafeln pro Jahr - Aber wie schaut überhaupt eine Kakaobohne aus?

Wie viele von euch, liebe ich es mir hier und da eine feine Tafel Schokolade aufzumachen und meist bleibt dann nicht sehr viel davon übrig. Da geht es mir wohl wie vielen Deutschen, die im Schnitt mehr als 100 Tafeln pro Jahr und Kopf vernaschen.

Aber um ehrlich zu sein, dass Kühe nicht lila sind, wusste ich ja grade noch so. Da hörte mein Schokoladen-Wissen aber auch schon auf. Solange sie gut schmeckt und kein Palmöl drin ist, nehme ich selbstredend jede Tafel dankend an. Das änderte sich alles auf meiner Reise nach Südamerika…

10.000 km und eine kleine Anekdote

Als ich aus dem wunderschönen Innsbruck weggezogen bin, habe ich mit meiner Freundin den Job- und Wohnungswechsel genutzt, um unserer Reise-Leidenschaft nachzukommen. Ohne genauen Plan, haben wir unsere sieben Sachen in den Rucksack gepackt und haben das kalte Europa für mehr als zwei Monate in Richtung Südamerika hinter uns gelassen. Mit langen Busfahrten von bis zu 24h haben wir neue Länder, Leute und Kulturen kennen gelernt. Eins hätten wir mal lieber eingeplant…

Nach den tagelangen Wanderungen durch die wunderschöne Natur, waren meine Sneaker sehr schnell durchgelaufen und auch der Zeh schaute vorne schon raus. Als ich in den Schuhgeschäften nach Größe 47 gefragt habe, haben die Südamerikaner nur gelacht. Da sie tendenziell etwas kleiner als ich mit meinen 1,92 sind, habe ich auf der ganzen Reise keine neuen Treter gefunden. Das war eine kalte Ankunft im verschneiten Mailand in meinen Flipflops :).

Aber jetzt zum Wesentlichen.

Südamerika

Bean to Bar - meine Hommage an alle Kakaobauern

Eines der vielen Highlights unserer Reise war der Besuch auf den Kaffee- und Kakao-Plantagen. Ich hatte vorher noch nie eine Kakaobohne in den Händen gehalten. Eine Tafel Schokolade aus dem Regal zu ziehen, zählt für uns zu den alltägliche Dinge. Doch für viele Plantagenbesitzer und Feldarbeiter steckt harte Arbeit dahinter. Zu sehen, mit wie viel Leidenschaft und Hingabe sie ihre Kakaobäume behüten und pflegen, war unglaublich. „Wo Kakao wächst, ist Leben!“. Das hörte ich dort öfter. Der Kakao sichert die Existenz unglaublich vieler Familien vor Ort.

Als wir in Peru dann zum ersten mal aus der rohen Kakaobohne und etwas Zucker unsere eigene Schokolade gemacht haben, war mir klar, dass das nichts mit unserer Schokolade im Supermarkt zu tun hat. Die Liebe der Bauern zur Natur, die viele harte Arbeit beim Mörsern der Bohnen und der wohlige Duft frisch gerösteter Kakaobohnen, machten das zu einem unvergesslichen Erlebnis. 

Diese Erfahrung möchte ich mit unserem Bean to Bar Schokoladen-Workshop mit euch teilen. Lasst euch mitnehmen, auf eine Reise nach Südamerika!

Liebe Grüße,
Rossi

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